Wie erlebt ein zehnjähriges Mädchen, das über die Türkei und die DDR nach Westdeutschland geflohen ist, heute ihre neue Heimat Karlsruhe? Mehrnousch Zaeri-Esfahani bezeichnet nach der Flucht aus dem Iran die Station „Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge” (vormals ZAST)  in Karlsruhe als ihre dunkelste Zeit in Deutschland. Sie wohnte später in Freiburg, machte in Heidelberg Station – am Ende wurde es ausgerechnet die Stadt, in der sie die schweren Stunden in der ZAST verbracht hatte: Karlsruhe, ein Ort, den sie  heute frei, jung und verrückt nennt, anders als Heidelberg, das einfach nur hübsch ist.  Im “300 Jahre – 300 Köpfe”- Gespräch hat sie Günter Knappe verraten, dass sie ihrer neuen Wahlheimat wünscht, sie möge authentisch bleiben, so wie sie ist  – und dass sie nicht versuchen soll, nur anderen Städten nachzueifern.